Die Geschichte

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Modell der BIDS als erfolgreiches Instrument zur Revitalisierung und Stärkung innerstädtischer Geschäftsbereiche entwickele. Der Erfolg, mit dem sich das BTD-Modell in Nordamerika durchgesetzt hat und nun auch in Harnburg bei den ersten Pilotprojekten seine Fortsetzung findet, macht neugierig: Wie funktioniert ein BID? Was macht BIDs so erfolgreich?  Die Entstehung von BIDs geht auf eine Initiative von mehreren Gewerbereibenden in der kanadischen Stadt Toronto im Jahr 1970 zurück, bei der sich eine Gruppe von Laden-und Grundstücksbesitzern im Stadtteil Bloor West Village' zusammenschloss. Hieraus entwickelte sich das bislang erfolgreich angewandte Instrument der BIDs, das sich aus den Elementen Eigeninitiative, Selbstverpflichtung (Selbstbesteuerung) und Public-Privat-Partner-Ship zusammensetzt. Ziel war und ist die Stärkung bestehender innerstädtischer Einzelhandels-und Dienstleistungsbereiche.

Die Bloor Street West war eine kleine, relativ unauffällige Einkaufsstraße, die unter anderem durch den Bau einer neuen U-Bahn-Linie darunter litt, dass immer mehr Besucher und somit Kaufkraft in die Innenstadt abwanderte. Als nun zusätzlich ein neues Shoppingcenter in unmittelbarer Nähe gebaut werden sollte und dies vermutlich zur weiteren Abwertung der Einkaufsstraße geführt hätte, schlossen sich die betroffenen Grundeigentümer zusammen, um in einer gemeinsamen Aktion ihren Einzelhandelsstandort aufzuwerten. Mit der Administration der Stadt Toronto wurde eine Vereinbarung getroffen, in der den ansässigen Eigentümern und Einzelhändlern fünf Jahre Zeit gegeben wurde, ihren Standort attraktiv umzugestalten. In den 8oer Jahren wurde das BIO-Modell in den USA weiterentwickelt und durch Landesgesetze rechtlich verankert.